Lerntipps
Clustering
Das Clustering als Lerntechnik wurde von Gabriele L. Rico Ende der 70er- Jahre entwickelt. Diese Technik half den Teilnehmern ihrer Schreibkurse, Handlungsstränge und Figuren zu entwerfen und diese dann in Text umzusetzen. Clustering ist eine Kreativ-Technik mit dem Ziel, neue, ungewöhnliche Ideen zu finden und diese in einen Zusammenhang zu bringen. Die Methode muss nicht extra erlernt werden und als Materialien reichen ein Blatt Papier und ein Bleistift.
Anleitung zum Clustern
Du überlegst dir ein Schlagwort, das am besten zu deinem Thema passt. Dieses Schlagwort, das Kernwort schreibst du in die Mitte eines leeren Blattes Papier und machst einen Kreis darum. Lass deine Gedanken treiben und versuche nicht, dich auf bestimmte Dinge zu konzentrieren. Bring deine Ideen zu Papier und verbinde jedes neue Wort, das dir einfällt, mit dem vorhergehenden Wort durch einen Pfeil. Wenn dir etwas gänzlich Neues einfällt, verbinde es direkt mit dem Kernwort und gehe von dort nach außen, bis diese Ideenkette ausgereizt ist. Dann beginne mit der nächsten Ideenkette. Es kann durchaus sein, dass ein Begriff zu mehreren Ketten passt. Auch kann es sein, dass ein Begriff völlig isoliert steht, da er nirgendwohin passt. Auch das ist in Ordnung.
Fällt dir nichts mehr ein, so spiele ein bisschen auf dem Blatt Papier herum, indem du zusammengehörenden Gedankengänge einer bestimmten Farbe zuordnest, neue Pfeilverbindungen setzt usw.
Vorteile des Clustering
Beim Clustering wird primär die rechte Gehirnhälfte zur Ideenfindung herangezogen. Die dominante, linke Gehirnhälfte wird blockiert. Nichtlineare Gedankengänge werden um ein Kernwort gruppiert. Clustering ist ein sich selbst strukturierender Prozess, bei dem es keine richtige oder falsche Art gibt, ein Cluster zu bilden.
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