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Lernen lernen
Bedingungen erfolgreicher Gedächtniskonsolidierung - eine fMRT-Untersuchung
In der Schule, während des Studiums oder im Beruf lässt sich Lernerfolg oft an dem messen, inwieweit gelernte Dinge rasch und fehlerfrei abgerufen und in Handlungen umgesetzt werden können. Ein solcher Abruf des Lernstoffs setzt aber voraus, dass gelernte Inhalte (Wissen oder Verhaltensweisen) sicher ins Langzeitgedächtnis gelangen und dort sich verfestigen (also konsolidieren) lassen. Mehrere frühere Studien haben deutlich gezeigt, dass Anteile des medialen Schläfenlappens (insbesondere die hippokampale Region) zu den wichtigsten Hirnstrukturen gehören, die sich an der Konsolidierung maßgeblich beteiligen. Aber auch frontale neokortikale Gebiete sowie die Basalganglien sind für das langzeitige Behalten des Gelernten bedeutsam. Die genauen Hirnmechanismen, neuronalen Abläufe und Bedingungen, die einer erfolgreichen Gedächtniskonsolidierung zugrunde liegen, sind bis heute noch weitgehend unklar. Das Projekt beschäftigt sich mit Klärung dieser Fragen, einerseits anhand moderner bildgebender Verfahren wie etwa der räumlich hochauflösenden funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) mit speziell dazu entwickelten Gedächtnisaufgaben und experimentellen Probandengruppen. Andererseits werden schulalltagsbezogene Verhaltensstudien durchgeführt, in denen Schüler unterschiedlicher Ausbildunsstufen einen bestimmten Lernstoff in verschiedenen Konsolidierungsbedingungen lernen sollen. Die aus dem Vorhaben gewonnenen Ergebnisse dürften für das Verständnis der Hirnmechanismen des lebenslangen Lernens wesentlich beitragen, aber auch die Erarbeitung praktischer Ansätze zur Verbesserung der Lehr- und Lernstrategien in der Schul- und Berufsausbildung erlauben.
Mitarbeiter im ZNL: Sasha Sokolov, Katrin Hille
Kooperationspartner: Georg Grön (Psychiatrie III, Uniklinik Ulm)
Quelle: www.znl-ulm.de
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