Lerntipps
Innerer Schweinehund
Du kennst das Gefühl. Es gibt wieder irgend etwas zu tun, was du nicht machen willst und es meldet sich eine wohlbekannte innere Stimme, die da sagt: “Das geht auch Morgen noch”, “das könnte in die Hose gehen” “das lohnt sich doch überhaupt nicht”, “ich könnte versagen und wäre frustriert” usw.. Noch bevor wir zur Tat schreiten macht dein innerer Schweinehund alles zunichte. Er sieht den unglaublichen Aufwand, das wahrscheinliche Scheitern, die Qualen der Frustration und rät uns, es uns bequem zu machen und alles beim Alten zu belassen.
Anfangen ist alles
Das Schwierigste bei allen Vorhaben ist es, überhaupt damit zu beginnen. Egal, ob es sich um die nächste Schulaufgabe, um mehr Sport, um mehr Aufmerksamkeit seinem Partner oder Freunden gegenüber geht, zuerst muss ein Anfang gemacht werden. Genau darin liegt das Problem. Wie gelingt es, Dinge, die getan werden müssen, auch konsequent zu tun.
In sich hineinhören
Wenn sich wieder einmal bei einer unangenehmen Aufgabe dein innerer Schweinehund meldet, dann überlege dir zuerst einmal, warum er sich meldet. Vielleicht will uns der innere Schweinehund von Dingen abhalten, weil wir davon keinen Nutzen haben oder der sie uns vielleicht sogar schaden. Vielleicht ist es so, das es sich dabei um Dinge handelt, die wir für andere (Eltern, Freunde, Lehrer) tun sollen, ohne dabei selbst einen Gewinn zu haben. Es ist hilfreich, sich einen solchen inneren Dialoge einmal bewusst zu machen. Die Gedanken und Gefühle dabei beeinflussen unser Denken und Tun.
Wenn wir also erkannt haben, dass unser innerer Schweinehund aus reiner Bequemlichkeit handelt, und es eigentlich keinen Grund gibt, die Aufgabe nicht anzugehen, kann es sein, dass wir uns
unkonzentriert und müde fühlen
unfähig und dumm fühlen
um andere, “wichtigere” Dinge kümmern
“später” mit der Aufgabe auseinandersetzen wollen
nicht mehr erinnern könne, was wir eigentlich machen wollten.
Merkst du was. Der innere Schweinehund ist raffiniert. Er findet immer Mittel und Wege, seine Bequemlichkeit durchzusetzen.
Notizen machen
Oft lässt uns der innere Schweinehund Dinge, die erledigt werden müssen, einfach vergessen. Ein einfacher Trick, Dinge nicht zu vergessen, besteht in der Anschaffung eines Terminkalenders, im Schreiben von Notizzetteln oder Post-It-Notizen. Wenn du erst einmal damit begonnen hast, wirst du die Vorteile schätzen lernen und es nicht mehr missen wollen.
Ziele hinterfragen
Manchmal hast du das Gefühl, dass dir alles zuviel wird und du es einfach nicht mehr schafft. Du zweifelst an deinen Fähigkeiten und stellst dein Ziel in Frage. Vielleicht hast du recht. Vielleicht hast du dich für etwas entschieden, was dir gar nicht liegt oder das deinen Fähigkeiten nicht entspricht. Wenn dieses Gefühl der Unzulänglichkeit länger andauert, dann scheint tatsächlich etwas nicht in Ordnung zu sein. In diesem Fall kann es tatsächlich ein gute Idee sein, erstmal auszusetzen und sich neu zu orientieren. Lass deinem Frust freien Lauf und beschäftige dich mit Dingen, die dir Spass machen. Nach ein paar Tagen, wenn du wieder klarer denken kannst, musst du dich dann abwägen, wie du weiter verfährst.
Lernplan erstellen
Wenn du merkst, dass dein innerer Schweinehund zu stark ist und du partout nicht lernen willst, dann versuche es mit einem Lernvertrag. Ein Lernvertrag zwischen dir und deinen Eltern hilft dir, eingefahrene Reaktionsmuster aufzubrechen und neue Einstellungen und Pflichtbewusstsein zu entwickeln. Der Vertrag muss so gestaltet sein, dass er dir Vorteile bringt. Einerseits hast du Pflichten zu erfüllen (z.B. Hausaufgabe erledigen), andererseits hast du auch Freiräume (Abends Sport treiben oder Freunde treffen). Bei Nichterfüllung des Lernvertrages hast du dann natürlich mit negativen Konsequenzen zu rechnen. Klug ist es, kurze Vertragslaufzeiten zu vereinbaren und diese dann immer zu verlängern.
Übrigens, was der innere Schweinhund gar nicht mag, sind Belohnungen nach getaner Arbeit. Diese kleinen “Gratifikationen” machen Lust auf mehr und sorgen dafür, dass die Stimme deines Schweinehundes immer leiser wird.
|
|
|