Gehirnjogging: geistig fit mit Gehirntraining



Schlafrhythmus

Wie sich Zeit auf Körper und Geist auswirkt

Jedes Jahr in Frühjahr und Herbst muten wir unserem Körper einen kleinen Jetlag zu. Richtig – die Rede ist von der Zeitumstellung. Ihren Ursprung hat die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit in den Jahren des 1. Weltkriegs. Österreich und Deutschland waren in diesem Zusammenhang Vorreiter. Das Ziel sollte sein, über die Umstellung der Uhren Energie einzusparen. Dieser Wunsch hat sich allerdings nicht bewahrheitet. In den Nachkriegsjahren und auch nach dem 2. Weltkrieg ist der Energieverbrauch rasant gestiegen. Warum wird an der Zeitumstellung dann noch festgehalten? Und was macht das Vor- bzw. Zurückstellen der Uhren eigentlich mit dem Organismus? Diese Frage kann sich jeder fast schon selbst beantworten.

Viele Bundesbürger haben mit der Zeitumstellung ein Problem. In den Tagen nach der Umstellung der Uhren fühlen sie sich müde, schlapp und haben Probleme damit, in den „Tritt“ zu kommen. Fast – so das Gefühl – stecken wir nach der Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit in einem kleinen Jetlag. Und diese Vermutung ist nicht einmal so weit hergeholt. Immer wieder werden Experten von Zeitungen – wie der FAZ – zitiert, die von einem Mini-Jetlag sprechen. Das Problem: Die Umstellung macht sich auch durch Unaufmerksamkeit bemerkbar, was letztlich zu einem Problem im Straßenverkehr führen kann. Die Zeitumstellung ist nur ein Phänomen, das die Bedeutung der Zeit für den menschlichen Biorhythmus untermauert.

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Ein guter Tages- und Nachrhythmus ist für unsere geistige sowie körperliche Gesundheit sehr wichtig. Störungen können hier recht schnell zu entsprechenden Problemen führen.

Beispiel Zeitumstellung: Der Mini-Jetlag

An der Zeitumstellung scheiden sich immer wieder die Geister. Während die Politik nach wie vor keine Anstalten macht, diese wieder zurückzunehmen, sehen besonders Schlafforscher das Hin- und Herschieben der einen Stunde kritisch. In deren Augen produziert die Umstellung von Winterzeit auf Sommerzeit und in die andere Richtung bei Betroffenen – und die Zeitumstellung betrifft jeden von uns – einen kleinen Jetlag. Wie sehen die Folgen aus? Zu den negativen Auswirkungen, welche die Zeitumstellung hat, gehören z.B. auch Beeinträchtigungen der Konzentrationsfähigkeit.

Fehlt früh morgens eine Stunde Schlaf, macht sich dies nicht nur nach dem Aufstehen bemerkbar. So wirkt sich die Umstellung auf die Konzentration im Verkehr aus. Aber auch im Büro ist das Hin- und Herstellen der Uhr spürbar. Meetings sind von Haus aus „spannend“ – dank der Zeitumstellung werden sie aber noch einmal richtig ermüdend. Und wer abgespannt hinter dem PC sitzt macht Fehler. In der letzten Konsequenz kostet die Umstellung Unternehmen Geld.

Ein Punkt, der auch im Hinblick auf die gewünschte Einsparung von Energie eine Rolle spielt. Hintergrund: Zwar bleibt abends länger das Licht aus. Dafür gehen die Lampen aber wieder früher an – was Strom kostet. Und in den Frühjahrsmonaten muss auch noch geheizt werden, was die Ersparnis am Ende eventuell wieder voll und ganz zu Nichte macht.

Wie lässt sich solchen Problemen vorbeugen?

Zeit – also die vom Menschen gemachte Unterteilung des Tages in Stunden – ist für den Alltag von größter Bedeutung. Ohne die genaue Uhrzeit wäre ein geregelter Alltag, wie wir ihn kennen, kaum möglich. So gäbe es keinen Nahverkehr in Städten, da niemand wüßte, wann die nächste Bahn kommt. Am Beispiel der Zeitumstellung wird deutlich, wie stark Biorhythmus und Zeitnormierung miteinander kollidieren können. Komplett ausräumen wird sich dieser Konflikt wahrscheinlich nie lassen.

Gibt es Wege, um sich damit besser zu arrangieren? Geht es nur um die Zeitumstellung, wäre folgender Ansatz denkbar:

- 3 Wochen vor Umstellung - 15 Minuten eher aufstehen
- 2 Wochen vor Umstellung - 30 Minuten eher aufstehen
- 1 Wochen vor Umstellung - 45 Minuten eher aufstehen

Auf diese Weise gewöhnt sich der Körper langsam an die Veränderung. Empfohlen wird in diesem Zusammenhang gern auch eine ausgewogene Ernährung, um den Körper in seiner Anpassungsphase zu unterstützen. Wichtig: Künstliches Licht – gerade blaue Töne – sind per se ein Problem und sollten in den Abendstunden eher gemieden werden. So verbreitet Laptop und Tablet im Schlafzimmer inzwischen sind – so wenig gehören sie eigentlich hier hin.

Schlafrhythmus – Pausen braucht unser Gehirn

Schlaf ist ein Zustand, der zwar als uniform empfunden wird, sich in seinen einzelnen Phasen allerdings sehr stark unterscheidet. In der NREM-Phase gehen:

  • Puls
  • Blutdruck
  • Atmung

zurück. Die REM-Phase kann – vor dem Hintergrund der Vitalparameter – dem Wachzustand ähneln. Prinzipiell braucht der Mensch Schlaf. Wird dieser entzogen, kommt es zu ernsten Nebenwirkungen – wozu auch Halluzinationen gehören. Warum der Mensch im Detail schlafen muss, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt.

Ebenfalls nicht einheitlich ist die Schlafdauer. Zwar werden – unter anderem in der TK Schlafstudie – sechs Stunden Schlaf empfohlen. Allerdings brauchen einige Menschen mehr Schlaf. Ein Problem ist vor diesem Hintergrund die Arbeitswelt. Schichtarbeit erfordert, dass Menschen in den Abendstunden – teils auch nachts – besonders leistungsfähig sind.

Störungen im Schlafrhythmus haben ernste Konsequenzen. Es besteht die Gefahr, dass Stresshormone vermehrt ausgeschüttet werden. Fehlenden Schlaf bekommen Betroffen deutlich – nicht nur durch Unkonzentriertheit – zu spüren. Dies kann sich auf den Erfolg beim Lernen stark auswirken.

Störungen im Schlafrhythmus können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Aufgrund der Komplexität sollte ärztlicher Rat gesucht werden. In Frage kommen emotionale Belastungen genauso wie das Restless-Leg-Syndrom oder Schlafapnoe.

Tipp: Wer früh morgens unsanft durch den Wecker aus dem Schlaf gerissen wird, sollte einfach etwas früher aufstehen. Eventuell geht der Schlafrhythmus kurz vorm Klingeln des Weckers in eine tiefe Phase über.


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Ein guter Schlafrhythmus ist für unsere Leistungsfähigkeit sehr wichtig- Unkonzentriertheit stellt ein noch eher harmloseres Symptom entsprechender Beeinträchtigungen dar.

Fazit: Die Suche nach dem Gleichgewicht ist nicht immer einfach

Zeit ist Geld – diesen Spruch kennt jeder. Zeit ist für das Ineinandergreifen vieler Prozesse im Alltag fundamental. Allerdings steht Zeit den Bedürfnissen des einzelnen Individuums gegenüber. Deutlich wird dies beim Thema Schlaf und der Zeitumstellung. Letztere ist durch die Politik verordnet und wird jedes Jahr zweimal vorgenommen. Dabei kritisieren Schlafforscher und Chronobiologen regelmäßig, dass die Umstellung der Uhren biologisch nicht die beste Lösung ist. Allerdings ist die Zeitumstellung nur ein Phänomen. In den letzten Jahren sind die Belastungen im Büro so groß geworden, dass viele Betroffene nicht mehr ohne weiteres einen erholsamen Schlaf finden.


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