Gehirnjogging: geistig fit mit Gehirntraining

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Vier einfache Wahrheiten, warum Gehirntraining doch hilft

Seit geraumer Zeit tauchen im Internet Verweise zu Studien auf, die belegen sollen, dass Gehirnjogging nicht wirkt. Diese Studien beziehen sich in der Regel auf Computerspiele-Hersteller, die damit werben, dass ihre Spiele die neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse bezüglich kognitiven Lernes berücksichtigen. Meist wird viel versprochen. Die Übungen seien spielerisch, machten daher Spaß und schon nach kurzer Zeit würden sich erstaunliche Erfolge einstellen. Sogar Altersdemenz und Alzheimer könne man damit vorbeugen.

Wir geben diesen kritischen Studien Recht, da man natürlich durch fleißiges Üben der immer gleichen Aufgaben, diese in immer kürzerer Zeit und mit weniger Fehlern schafft. Somit wird ein Lernerfolg vorgegaukelt. Die allgemeine geistige Leistungsfähigkeit nimmt dabei leider nicht zu und die Erfolge des Lerntrainings lassen sich auf Herausforderungen des Alltags nicht übertragen.

Trotz dieser schlechten Nachrichten, wollen wir Dich davon überzeugen, dass Gehirnjogging wirkt. Vor allem dann, wenn man vier wichtige Punkte beachtet:

1) „Trainiere gezielt die Grundgrößen“

Jedes Haus benötigt für einen sicheren Stand ein solides Fundament. Die Leistungsfähigkeit des Gehirns basiert ebenso auf einem Fundament. Dieses Fundamet ist der "Arbeitspeicher", wo Informationen verarbeitet und zur Speicherung freigegeben werden. Wie gut so ein Arbeitspeicher funktioniert hängt von zwei Grundgrößen ab:
der Merkspanne und der Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit. Wenn Du also Deine geistige Fitness grundsätzlich verbessern möchtest, solltest Du damit beginnen, Deinen "Arbeitspeicher" aufzurüsten. Dies gelingt Dir, indem du gezielt Deine Merkspanne verbesserst und die Geschwindigkeit, mit der Dein Gehirn Informationen verarbeiten kann, erhöhst.

Das gezielte Trainieren dieser Basisgrößen lässt sich mit der wissenschaftlich anerkannten Methode das MAT-Trainings bewerkstelligen.

2) „Erkenne Deine Schwächen“

Das Training muss auf Bereiche abzielen, die bei Dir im Vergleich zu anderen Fähigkeiten unterentwickelt sind. Wenn Du Kreuzschmerzen hast, weil Du unter einer Schwäche der Rückenmuskulatur leiden, macht es wenig Sinn, den Bizeps zu trainieren und aufzubauen. Der Körper kann nur dann gesunden, wenn gezielt der Bereich trainiert und gestärkt wird, der die Schmerzen auch verursacht. Zuerst musst Du Dir die entscheidende Frage stellen: welche Gehirnfunktion ist Deine schwächste und muss folgerichtig zuerst in Angriff genommen werden.
Wenn Du nicht weißt, wo Deine Schwächen liegen, können Dir dabei Computer-Programme helfen. Heute gibt es schon eine Vielzahl von Online-Übungsprogrammen, die eine ganze Reihe kognitiver Fähigkeiten trainieren: Gedächtnis, Konzentration, Aufmerksamkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Merkspanne und Reaktionsvermögen.

Verwende solche Übungsprogramme (z.B. Neuronation ), um herauszufinden, wo Deine Schwächen sind. Dann arbeite gezielt mit Übungen, die gerade an dieser Schwäche ansetzen.

3) „Trainiere hart und regelmäßig“

Trainiere hart:
Bodybuilder wissen es schon lange. Wer Muskelmasse aufbauen will, muss trainieren bis der Muskel erschöpft ist. Eine Kraftübung wird solange wiederholt, bis der Muskel sagt, "ich kann nicht mehr, nichts geht mehr". Nur wer den Muskel ans Limit seiner Leistungsfähigkeit führt, kann Muskelmasse und Kraft aufbauen.
Übertragen auf Gehirntraing heißt das für Dich, Du musst die Übungen solange durchführen, bis es Dich anstrengt und Deine Konzentrationsfähigkeit nachlässt. Sobald Du müde wirst und Deine Aufmerksamkeit schwindet, solltest Du unbedingt mit den Übungen aufhören oder eine längere Pause machen.

Trainiere regelmäßig:
Ich komme zurück auf die Bodybuilder. Richtige Bodybuilder mit viel Muskelmasse trainieren nicht nur hart, sondern auch regelmäßig. Meistens sogar jeden Tag und dann gleich mehrere Stunden. Jeder Bodybuilder weiß, dass hartes Training alleine nicht ausreicht. Die Kombination aus hartem und regelmäßigem Training führt zum gewünschten Erfolg.
Übertragen auf Gehirntraing heißt das für Dich, dass auch Du die Übungen regelmäßig machen solltest, vielleicht nicht jeden Tag, aber doch mindestens jeden zweiten oder dritten Tag, wenn Du es in Deinem Metier zur Meisterschaft bringen möchtest.

4) „Begib Dich in den Flow-Kanal“

Das Training darf Dich weder unterfordern noch überfordern. Bei Trainingsbeginn musst Du mit Aufgaben beginnen, die dich auf keinen Fall unterfordern. Bei Unterforderung wird es Dir schnell langweilig und Du lernst nichts Neues. Auf der anderen Seite darfst Du Dich aber auch nicht überfordern. Wenn Du Dich mit Aufgaben beschäftigst, denen Du nicht gewachsen bist, entstehen schnell negativer Stress und Angst und damit ein Widerwille, der Dich die Aufgaben schnell bei Seite legen lässt. Dieses Phänomen kennen vielleicht einige von euch vom Erledigen der Mathehausaufgabe.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, sich im sog. Flow-Kanal zu bewegen. Im Flow-Kanal sind Deine Fähigkeiten mit den Herausforderungen der Aufgaben im Gleichgewicht. Im Flow-Zustand fällt Dir das Lernen leicht, weil Du keinen Widerstand verspürst. Du fühlst Dich den Aufgaben gewachsen, hast das Gefühl, alles läuft wie von selbst und verspürst dabei keine Langeweile und fühlst Dich trotz hoher Konzentration entspannt und glücklich.

Die Kunst besteht nun darin, dass Du Dich kontinuierlich in diesem Flow-Kanal bewegst, d.h. durch stetiges Übung lernst Du immer mehr und Deine Fähigkeiten steigern sich. Damit Du Dich nicht unterfordert fühlst, muss jetzt aber gleichzeitig das Niveau der Aufgaben bzw. die Herausforderung ebenfalls zunehmen und zwar immer genau so, wie es Deinen gegenwärtigen Fähigkeiten entspricht.

Dies alleine zu erreichen ist oft schwierig. Dir dabei helfen kann ein erfahrener Coach oder aber auch gute Computerprogramme. (z.B. Neuronation )


Information: Was versteht man unter Flow?

Die Theorie des Flow-Zustands geht auf den Glücksforscher Mihály Csíkszentmihályi zurück, der das als beglückend erlebte Gefühl völliger Konzentration und das Aufgehen in einer Tätigkeit als „Flow“ bezeichnet.
Flow-Zustände entstehen laut Csíkszentmihályi dann, wenn komplexe Tätigkeiten mit klarer Zielvorgabe bei voller Konzentration ausgeführt werden, diese können körperlicher oder geistiger Art sein, die als Herausforderung im Einklang mit den Fähigkeiten des Ausführenen empfunden werden, aber dennoch als kontrollierbar erlebt werden.


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