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Sprachstörungen

Sprachstörungen

Eine Entwicklungsstörung der Sprache liegt dann vor, wenn in frühen Entwicklungsphasen die Fähigkeit zum Spracherwerb gestört ist. Bei der Sprachstörung liegen bereits bei der gedanklichen Erzeugung von Wörtern und Grammatik Beeinträchtigungen vor.
Diese Störung wird nicht verursacht durch verminderte Intelligenz, sensorische oder motorische Beeinträchtigungen oder fehlende Förderung.

Abzugrenzen von der Sprachstörung ist die Sprechstörung, bei der die zu sprechenden Sätze gedanklich klar formuliert, aber nicht flüssig gesprochen werden können. Bei einer Sprechstörung liegt eine motorische Fehlfunktion vor, die zu einer Beeinträchtigung der Laut- und Stimmbildung führen. Ausgeschlossen werden müssen auch eine Hörminderung und leichte Formen von Autismus.

Expressive Sprachstörung

Die expressive Sprachstörung ist eine Entwicklungsstörung des sprachlichen Ausdrucks. Beim Vorliegen einer expressiven Sprachstörung ist der aktive Wortschatz stark reduziert, Betroffene haben Schwierigkeiten, die passenden Worte zu finden und Sätze grammatikalisch richtig aufzubauen. Das Sprachverständnis bei expressiv Sprachgestörten liegt jedoch im Normalbereich.

Rezeptive Sprachstörung

Eine rezeptive Sprachstörung liegt vor, wenn das Sprachverständnis unterhalb des Normbereichs liegt. Die Bedeutung von Begriffen wird oft nicht verstanden, der passive Wortschatz ist reduziert, komplex aufgebaute Sätze können inhaltlich nicht verstanden werden. Eine rezeptive Sprachstörung ist fast immer begleitet von einer expressiven Sprachstörung und oft auch von Artikulationsstörungen.

Vermeidungsverhalten

Menschen, die unter einer ausgeprägten Sprachstörung leiden, zeigen oft Vermeidungsverhalten, wenn es darum geht, aktiv mit anderen zu kommunizieren. Beim Sprechen setzen sie bevorzugt nonverbale Kommunikation ein, um das gesprochene Wort zu unterstützen. Die Tendenz zu sozialem Rückzug ist stark ausgeprägt.

Sprachstörungen und Legasthenie treten häufig gemeinsam auf. Untersuchungen haben ergeben, das ca. 2/3 der Sprachgestörten auch eine Lese-Rechtschreibschwäche aufweisen. Bei fast allen treten große Probleme in der Schule auf. Viele sind in Lernbehindertenschulen untergebracht, Realschule und Gymnasium besuchen weniger als 10 Prozent.

Die Ursachen für Sprachstörungen werden kontrovers diskutiert. Zum Einen werden genetische Faktoren dafür verantwortlich gemacht, zum Anderen wird eine psychosoziale Komponente diskutiert, die davon ausgeht, dass schwere Belastungen oder fehlende Förderung in früher Kindheit zu einer Störung bzw. Verzögerung des Spracherwerbs führen können.

Wichtig ist die Ermittlung des allgemeinen geistigen Leistungsniveaus von Sprachgestörten. Neben den Lese- und Rechtschreibfähigkeiten sollten auch die verbale, die nonverbale Intelligenz und die kognitive Fertigkeiten getestet werden.

Berufliche Orientierung

Menschen, die stark unter Sprachstörungen leiden werden von ihrer Umwelt irrtümlich oft als geistig behindert wahrgenommen. Die sozial Ablehnung führt oft zu einem Mangel an Selbstvertrauen, der sich negativ auf die Leistungsmotivation niederschlägt.
Berufe mit viel Kundenkontakt sollten gemieden werden, da hierbei Frustrationserlebnisse vorprogrammiert sein dürften. Ansonsten sind bei der Berufswahl keine Einschränkungen gegeben.


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