Gehirnjogging: geistig fit mit Gehirntraining


Lernen lernen

Superlearning


Ein anderer Begriff für Superlearning ist Suggestopädie. Die Suggestopädie geht auf den bulgarischen Arzt und Psychotherapeuten Dr. Georgi Lozanov zurück. Ausgangspunkt seiner Beobachtungen war das Phänomen der Hypermnese (Supergedächtnis), die er bei Yogis, Fakiren und Rechenkünstlern aus verschiedenen Kulturkreisen untersuchte. Er stellte dabei fest, dass diese Personen während des Lernprozesses körperlich und mental in einem Zustand völliger Entspannung waren. Daraus folgerte er, dass im entspannten Zustand die Aufnahmefähigkeit für neue Informationen am größten ist.

Daneben erkannte er, dass durch negative innere Glaubenssätze das geistige Potential nicht in vollem Umfang zur Entfaltung gelangt. Erst durch die Beseitigung dieser geistigen Barrieren und unter Einbeziehung wichtiger lernspezifischer Wirkfaktoren kann die geistige Leistungsfähigkeit voll ausgeschöpft werden.

Lernrelevante Wirkfaktoren

Lozanov legte großen Wert auf die Einhaltung einer bestimmten Abfolge während des Lernprozesses. Konzentrationsphasen sollen sich dabei abwechseln mit Entspannungsphasen, die bewusst durch spezielle Übungen herbeigeführt werden. Lernen geschieht bei Lozanov vor allem in der Gruppe. In der Gruppe auftretende gruppendynamische Prozesse werden von einem geschulten Coach dahingehend gelenkt, dass ein anregendes und lernfreundliches Klima entsteht, das sich günstig auf auf den Lernprozess des Einzelnen auswirkt.

Beurteilung

Aufgrund des pseudowissenschafltichen Charakters der Suggestopädie stehen Lernforscher dieser Methode zunehmend kritisch gegenüber. Der Höhepunkt dieser Lernmethode lag in den 80-igern und frühen 90er Jahren, wo sie hauptsächlich im Fremdsprachenunterricht zum Einsatz kam. Aufgrund des Mangels an empirisch eindeutig belegbaren Erfolgen hat sich die Suggestopädie weder im schulischen Unterricht noch in der Erwachsenenbildung durchgesetzt.









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